Hüfte

Das Hüftgelenk ist das größte Gelenk unseres Körpers und verbindet unser Becken mit dem unteren Gliedmaß. Es ist ein Kugelgelenk und besteht aus einer Pfanne und einem kugelartigen Hüftkopf. Beide Gelenkflächen haben einen Knorpelbelag. Diese anatomische Form, die Gelenkkapsel und die entsprechenden Bänder garantieren eine sehr hohe Stabilität. Die Funktion wird durch die Muskulatur, die sich zwischen dem Becken und dem Femur (Oberschenkelknochen) streckt, gewährleistet.

Auch das normal entwickelte Hüftgelenk ist im Stehen und beim Gehen größer Kraftwirkung ausgesetzt und im Laufe der Jahre kann sich eine Arthrose an der Hüfte (Coxarthrose), durch Abnutzung der knorpeligen Gelenkoberfläche, entwickeln.

Arthrose der Hüfte
Hüftdysplasie

Arthrose der Hüfte

Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) ist eine Abnutzung des Knorpels im Hüftgelenk. Mit zunehmendem Schweregrad der Arthrose nehmen auch Veränderungen im unter der Gelenkfläche liegenden Knochen zu, diese sind gut auf dem Röntgenbild sichtbar. Klinisch manifestiert sich die Arthrose an der Hüfte, typischerweise durch Schmerzen in der Leistengegend, manchmal im Oberschenkel oder im Kniegelenk. Es sind zuerst Anlaufschmerzen, dann Schmerzen bei der Belastung und bei ausgeprägter Arthrose auch Ruheschmerzen vorhanden. Parallel dazu kommt es zur Reduzierung der Gelenkbeweglichkeit und der Gehstrecke. Diese Symptome führen zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität mit eingeschränkter Mobilität.

Die Anamnese (Patientenbefragung), klinische Untersuchung und Röntgenbilder führen meistens zu der Diagnose Arthrose der Hüfte. In anfänglichen Stadien kann evtl. eine MRT-Untersuchung für die Darstellung des Knorpelschadens im Hüftgelenk notwendig sein.

Abbildung:Coxarthrose – Arthrose der Hüfte

Abbildung : Hüftgelenksimplantation

Eine Therapie der Arthrose an der Hüfte ist stadienabhängig. In Anfangsstadien der Arthrose können physiotherapeutische Maßnahmen, Gewichtsreduktion, Änderung der Belastung (auch Sportbelastung) oder Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika) eine Erleichterung bringen.

Auch Infiltrationen des Hüftgelenkes mit Hyaluronsäure oder mit Biologicals (Eigenbluttherapie) können das Fortschreiten der Arthroseentwicklung für längere Zeit anhalten und die Symptome lindern.

Bei ausgeprägten Beschwerden und radiologischem Befund ist eine operative Behandlung bei einer Arthrose indiziert. Diese erfolgt in der Regel als künstlicher Gelenkersatz. Gelenkerhaltende operative Maßnahmen (Umstellungsosteotomien am proximalen Femur oder Beckenosteotomien) sind nur relativ selten bei jüngeren Patienten, sowie bei einer anatomischer Fehlstellung im Hüftgelenk indiziert.

Video:Implantation einer Hüft Totalendoprothese

Hüftdysplasie

Bei angeborener Fehlentwicklung des Hüftgelenkes ist der Hüftkopf nicht komplett in der Pfanne untergebracht, ein Teil ist nicht „überdacht“. Diesen Zustand wird als Hüftdysplasie bezeichnet. Die schwerste Form der Hüftdysplasie ist eine angeborene Hüftluxation, bei der das Gelenk ausgerenkt ist.

Hüftdysplasie gilt als präarthrotische Deformität und führt zur vorzeitigen Arthroseentwicklung.

Abbildung: Hüftdysplasie

Menü

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen